Qturn 2.0

Wir sind nun 2.0. Nicht grösser, nicht schöner und nicht neuer – aber 2.0. Nur, wie erfolgsversprechend ist das in einer Welt, die inzwischen den Arbeitsplatz 4.0 zelebriert? Ein kleiner Essay über unseren neuen Alltag und den schlichten Versuch, als Mikrounternehmen in der Welt der «Grossen und Erfolgreichen» unsere DNA zu bewahren.

Wer sich in diese Zeilen vertieft, tut uns etwas Gutes. Denn wer sich hier aufhält bezeugt, dass wir es endlich geschafft haben, unsere zweite Webseite in 13 Jahren seit unserer Gründung zu lancieren. Schlimm? Definitiv. Aber realisiert man, wie viele «2.0» wir sonst so umgesetzt haben, grenzt es vermutlich an ein Wunder, dass wir «schon» mit einer zweiten Webseite ans Netz gehen.

Wir sind inzwischen beispielsweise in Sachen Firmenstruktur nun 2.0. Denn wir sind von «einsam hierarchisch» zu «gemeinsam holokratisch» übergelaufen und haben uns neu aufgestellt. Qturn befindet sich nun zusätzlich auch in den Händen von Louise, Jeannine, Mätthu und Nick und mit 5 Hauptrollen, statt einem Chef kann so agil und rascher entschieden werden. Wir haben uns auf diese Weise zu einer lernenden Organisation entwickelt, die künftig breiter abgestützt agiert, Prozesse laufend anpasst und, mit einem partizipativ-demokratischen Führungsstil, gemeinsam Herausforderungen managt.
In Sachen Büroräume sind wir nun ebenfalls 2.0. So sind wir per Ende 2020 zum letzten Mal umgezogen. Das Vergnügen hatten wir nämlich, verglichen mit unserer Webseite, doppelt so oft in den 13 Jahren. Wir toben uns nun auf eigenen 565m² aus.
Noch vor der Lancierung der neuen Webseite haben wir auch 2 ISO-Normen in Angriff genommen und überdenken gerade unsere Prozesse in Sachen Qualität und Umweltcommitment. Hier allerdings ohne Punkt und Null. Auf zu neuen Strukturen – und das war dringend notwendig. Langwierig und anstrengend? Stimmt, aber wenigstens wissen wir dies bereits.

Irgendwann hält 2.0 eben Einzug. Egal wer man ist, was man tut und wie lange man sich dagegen wehrt. Veränderung ist nun mal ein Teil des Alltags. Und plötzlich realisiert man, dass es damit auch einfacher, effizienter und lustiger sein kann. Und klar erfordert es Mut. Aber – wenn nicht jetzt (in einer stabilen Wirtschaftslage) und wenn nicht wir (aus einer sorglosen Wirtschaftsnation) – wann und wer dann?

Wir sind 2.0. Und hönnä stolz drauf.

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